Ansichten eines Clowns

Wie angekündigt folgt hier mal wieder ein Blogbeitrag, der nicht nur aus einem Bild und einer Überschrift besteht.
Wenn ich am Anfang meiner Künstlerinnenkarriere nach meinem Beruf gefragt wurde, und die Frage wahrheitsgemäß beantwortete, geschah das meist in einer Mischung aus Verlegenheit, Trotz und Stolz. Oft dachte ich dabei an die Stelle in Bölls Ansichten eines Clowns, in der Marie der auf ihr Geld wartenden Zimmerwirtin entgegenruft: “Mein Mann ist Künstler. Ja, ein Künstler.” (Was bei der Zimmerwirtin natürlich mehr Häme als Verständnis hervorruft.)
Die Stellen in Bölls Roman, in denen es um das Leben als Künstler geht, habe ich immer geliebt. Vor allem das Problem des fehlenden Feierabends!
Aber auch das Gedankenspiel um die Ermordung eines Ästheten gefällt mir noch immer so gut, dass ich es hier anbringen will:

Zitat aus Ansichten eines Clowns

Illiterati

Wo sind nur all die Wörter hin?
Ist es wirklich so viel einfacher, den Blog dieser Website mit Bildern zu füllen?
Ist das der Einfluss meiner Instagram-Aktivität?

Ich gelobe Änderung!

Gedankenecho

Foto einer Eisformation

Manchmal treffe ich auf einen Gedanken, der mir so vertraut ist, als hätte ich ihn selbst geäußert. Etwas, das ich schon immer gewusst habe, aber nie klar denken konnte, geschweige denn formulieren.

Trudeln, schweben, wirbeln, sinken

frösteln, bibbern, schaudern, frieren
Handschuhe, Mütze
Schlitten, Schal
arktisch, bitter, klirrend, beißend
pappig, pudrig, spiegelglatt
knarzend, stapfend
knirschend, rutschend
gleißend
glitzernd
blendend
funkelnd
reines Weiß, perfekte Welt
Leichentuch
über Nacht
Kristalle, Blumen, Flocken, Sterne
Gestöber, Sturm, Tanz, Matsch
Raureif
Schollen
Winterschlaf